Sonntag, 23. September 2018

#hro2209 - Jede Stimme gegen Rechts



Demos sind für mich immer so eine Sache. 
Ich habe tatsächlich ein Problem mit großen Menschenmengen. Trotzdem weiß ich, wie wichtig es ist, einfach Präsenz zu zeigen. Wir haben uns das Recht auf Demonstrationen hart erarbeitet. 
Gestern, am 22.09.2018, gab es einen verdammt guten Grund mal wieder auf die Straße zu gehen. Der AfD-Aufmarsch in Rostock lag mir schon seit Wochen schwer im Magen. Obwohl wir in Rostock eine wundervolle Alternative Szene haben, die sich sehr für Migration, Feminismus und Liebe statt Hass einsetzt, gibt es eben noch die andere Seite. 
Jeder Bahnfahrer der Stadt weiß, was ich meine. Man wird nicht selten Zeuge, wie bullige Typen mit eindeutigen Nazi Tätowierungen über den "Tod unserer Rasse" schimpfen oder Migranten anpöbeln. Das Problem der rechten Welle ist also nicht nur bekannt, sondern ein Teil des Lebens in dieser Stadt. Mal mehr, mal weniger. Also hieß es den Arsch hochbekommen, und gegen diese menschenverachtende Scheiße seine Stimme zu erheben. Mit 4.000 Menschen für Vielfalt und nur ca. 400 (manche Quellen sagen auch 700, aber ich hätte wesentlich weniger geschätzt), war es ein voller Erfolg. 

Friedlich ging es vom Dobi los, eine Schweigeminute für alle Menschen, die in den ewigen Meeren ertrunken sind und Live Musik an verschiedenen Sammelplätzen, sorgten für eine eher Hippie mässige Atmosphäre. Okay, ein paar Eier wurden trotzdem verteilt. Ganz vielleicht wurden auch ein paar Sticker unter die Menschen gebracht. Doch wirklich aggressiv war eigentlich nur eine Seite. Nachdem der werte Herr Höcke nicht nur Probleme im logischen Denken, sondern auch mit der Technik hatte und reinzufällig ein paar Anwohner am neuen Markt die Lust verspürten laut Musik zuhören, zog er ziemlich schnell wieder ab. Die Fahnenschwenker jammerten ein bisschen, dann noch etwas lauter, als sie zur Sitzblockade kamen. Zum Glück kennen sich die Jungs und Mädels ja damit aus, rückwärtszugehen. 
Ich würde sagen, da hat Rostock alles richtig gemacht. Der Himmel war übrigens auch auf unserer Seite - erst gabs so gar keine Sonne für die Nazis und dann einen wunderschönen Regenbogen, für mehr Vielfalt statt brauner Scheiße. 
Schön. 
Ich freue mich auf die nächste Demo. Danke an alle, die dabei waren, für die tollen Beiträge, die bunten Schilder und jede Stimme gegen rechts!

Donnerstag, 13. September 2018

#Newin - Soul Bottles


Der Herbst kommt. 
Eigentlich ist er schon fast da, dass Wetter wird regnerisch, die Blätter fallen und ich trinke wieder meinen Kräutertee, während ich mit Cosma auf dem Sofa liege. Ich weiß nie, wie es Euch geht, aber gerade in der kalten Jahreszeit vergesse ich gern viel und ausreichend zu trinken. 

Bei der sommerlichen Hitze fiel es mir noch leicht, inzwischen merke ich wieder, wie ich es vergesse. Grund genug für mich, mir endlich eine SoulBottle zu besorgen!                              

Die hübschen Flaschen standen schon länger auf meiner Wunschliste, doch irgendwie habe ich mich nie so richtig durchringen können. Nun kann ich jedoch stolz verkünden, ich habe auch eine. Die Flaschen sind in der Tat nicht nur super praktisch, sondern auch nicht gerade billig. Das ist an und für sich kein Problem. Trotzdem muss man auch bei solchen Dingen immer wieder betonen, dass 25 Euro nicht für jeden eine kleine Summe ist. Ein Grund mehr, warum ich mich sehr darüber gefreut habe, dass ich eine Flasche ergattert habe die aus dem Sortiment geht - und damit ein wenig günstiger war. 
Ihr könnt Euch vorstellen, wie happy ich darüber war!

Neben dem unschlagbaren Motiv, finde ich auch die Grundidee der Flaschen einfach spitze. Immerhin 1€ pro verkaufter Flasche geht an ein Trinkwasserprojekt von Viva con Agua. Man tut also nicht nur sich und der Umwelt etwas gutes, sondern fördert auch noch ein Projekt. 

Natürlich kann man auch jeder Zeit einen Euro spenden, doch ich kombiniere eben gern das Praktische mit dem Schönen. Kaufen könnt Ihr die schicken Flaschen in verschiedenen Online Shops oder direkt auf der Homepage:            https://www.soulbottles.de/shop/soulbottles/                 Ich bin jeden Falls froh über meinen kleinen Alltagshelfer! Mein Wasser trinke ich übrigens am liebsten mit einer halben Limette und ein paar Blättern Minze! Traumhaft ...




Freitag, 7. September 2018

Justine privat - Immer weiter gehen

Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/
Da sitze ich also. 
Ich fühle mich wie ein Versager, ich fühle mich verraten und ich vergrabe mich in meinem Gejammer, bis ich es selbst nicht mehr ertragen kann. Das Problem an unseren Plänen ist, dass sie nicht immer funktionieren. In Sachen Scheitern bin ich inzwischen zu einem Profi geworden. Man kann es auf das Schicksal schieben, auf den Zufall oder auf Unfähigkeit. Vielleicht auch eine Mischung aus allem. Manche Menschen haben einfach mehr Pech als andere. 
Das bedeutet nicht, dass ich mein Leben hasse. Zumindest nicht immer. 
Es gibt viele schöne Dinge in meinem Leben, viele Menschen, die mich unterstützen und viele Privilegien, die andere Menschen nicht haben. Ich bin also dankbar und wütend gleichzeitig. Vielleicht liegt es an dem Erfolgsdruck. Die große 30 kommt immer näher und ich fühle mich, als hätte ich mit meinem Leben bisher nicht besonders viel angestellt. 
Kein Studienplatz, keine Ahnung, wie es nun weitergeht und absolut keinen Bock auf ein überteuertes Fernstudium. Doch was noch schlimmer ist: Keine Möglichkeit, die aktuelle Situation in diesen Punkten zu verändern.

Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/

Ich würde gerne sagen, dass ich mich damit abgefunden hab. Habe ich aber nicht. Im Gegenteil.
Das Loch in dem ich sitze, wird nur größer, wenn ich weiter grabe. Was also dann? 
Ich sag es Euch, wenn ich es weiß. 
Aktuell mache ich einfach weiter, versuche mich mehr auf die Dinge zu stürzen, die ich liebe und sehe mal wo mich das hinführt. Ich sitze weiter in einer Warteschleife, noch ein Jahr, noch 12 Monate. Mehr Zeit kann ich diesem Traum nicht geben, ohne völlig wahnsinnig zu werden.
Das Leben läuft nicht wie geplant, aber es läuft immer weiter. 
Vielleicht muss ich auch einfach immer weiter machen, selbst wenn ich das Gefühl habe, bei jedem Schritt mehr zu verlieren, mehr Schmerz zu spüren und mehr von dem zu verlieren, was ich will. Depressionen sind Arschlöcher, die uns in den schlimmsten Momenten nur noch weiter runterziehen. Uns die Schaufel in die Hand drücken und erwarten, dass wir unser eigenes Grab buddeln. All die fiesen kleinen Gedanken in meinem Kopf, in unseren Köpfen. Wir können sie nicht immer ausschalten, manchmal brauchen wir ein paar Tage, Wochen oder Monate um mit ihnen zu leben. Manchmal schaffen wir es auch nicht alleine. 
Das ist alles okay. Wir müssen nur immer weitergehen. Bis zum Ende. 
Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/

Mittwoch, 5. September 2018

Meckermittwoch - Dauerhaft angepisst

Shirt; http://www.hangmanclothing.com/

Es gibt Menschen, die dauerhaft fröhlich durch die Weltgeschichte hüpfen und an allem etwas Positives finden – und dann gibt es noch die andere Seite. Die dauerhaft angepissten Pessimisten, die in allem nur einen weiteren Grund finden, sich aufzuregen. Ich kann nicht leugnen, dass ich die Hälfte der Zeit zu ihnen gehöre.
Es gibt mehr Dinge die ich hasse, als Dinge die ich liebe – das mag traurig klingen, ist mir aber eigentlich sehr recht. Ich bin ein Konfrontationsmensch und diskutiere liebend gerne den halben Tag über Themen die ich wichtig und vor allem richtig finde. Dass mich dabei auch oftmals jemand auf die Palme bringt, ist eigentlich nur die logische Folge meiner Streitlust.
In diesen Fällen ist es jedoch einfach mit mir – Ich rege mich bei Meinungsverschiedenheiten schnell auf und noch schneller wieder ab. Wesentlich unangenehmer ist es da mit mir, wenn ich grundsätzlich wütend bin.
In der letzten Zeit ist das Frustlevel ziemlich hoch. 
Es gibt Tage, da wache ich auf, höre den kühlen Regen auf meine Fensterscheibe prasseln, zwinge mich aufzustehen und hasse die Welt bereits nach dem ersten Atemzug.
Natürlich würde ich gerne behaupten, dass diese Tage eine Seltenheit sind – aber ich lüge nur ungern. 
Die Welt um mich herum zeigt mir einfach zu oft Seiten, die ich nicht sehen will oder schlimmer, von denen ich denke, dass man sie ändern muss. Es gibt so viel zu tun um die Welt zu retten, aber dann wären da noch das Sozialleben und der notwendige Job um seine eigene Existenz zu sichern. Das Welt retten muss also warten, dabei geht mit jeder Minute, die man nicht kämpft wieder etwas in die falsche Richtung und wenn ich diesen Gedanken erst einmal zugelassen habe, ist der Rest meines Tages schon im Arsch bevor meine Füße den kalten Boden berührt haben.
Meine Laune ändert sich dann auch nicht, wenn ich es endlich geschafft habe zur Arbeit zu gehen – denn mein Job erscheint mir schlichtweg sinnlos. Es gäbe so viele Dinge die eigentlich wichtiger wären, sinnvoller – aber die müssen warten, denn ein Job ist ein Job.
Ob ich einem Arbeitslosen einen Gefallen tue, wenn ich diesen Job hinwerfe und er somit bessere Chancen hat?
Nein, ich springe nicht auf, werfe alles hin und werde unbezahlte Missionarin in Afrika. Aber zumindest die nächsten Demonstrationen stehen an, Konzerte für den guten Zweck und Termine mit Menschen, die eine ähnliche Sichtweise habe und etwas an der Welt verändern möchten, damit die angepissten Tage nur noch zur Seltenheit werden.
Ich habe noch nicht aufgegeben, zumindest nicht komplett. 
Die Welt kann mir noch so oft in meinen tollen Hintern treten - bisher stehe ich noch, angepisst aber kampfbereit. 

Samstag, 1. September 2018

Buch des Monats: Pretty - Geogia Clark


Kurz Info: 

Name: Pretty
Autor/in: Georgia Clark
Verlag: LYX Verlag 
Preis:  12,90 Euro 

  • ISBN-13: 9978-3736304628

Inhalt:

Evie, Krista und Willow sind vor allem eins: durchschnittlich. Seit die drei Freundinnen das College hinter sich gebracht haben, versuchen sie, ihr Leben in New York einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Dass sich ihr Alltag kein bisschen so gestaltet, wie sie es aus Filmen und TV-Serien kennen, wird ihnen schnell klar. Statt teurer Schuhe, glamouröser Jobs und Cocktails rund um die Uhr schlagen sie sich mit fiesen Chefs, zu hohen Mieten und desaströsen Online-Dates herum. 
All das ändert sich, als ihnen eines Tages ein Wundermittel namens Pretty in die Hände fällt. Ein einziger Tropfen soll genügen, um jedem Menschen zu unglaublicher Schönheit zu verhelfen. Evie, Krista und Willow probieren es aus - und sind von einer Sekunde auf die andere alles andere als normal. 
Schön zu sein verändert ihr Leben. Mit einem Mal ergeben sich Chancen, die zuvor undenkbar gewesen wären, Türen öffnen sich, die stets fest verschlossen waren. Es ist wie ein Traum, alles scheint möglich. Doch je öfter die drei einen Tropfen von Pretty zu sich nehmen und je mehr Zeit sie in ihrem neuen Körper verbringen, desto dringender wird die Frage: Was geschieht, wenn sie Pretty aufgebraucht haben und sie zu ihrem normalen Ich zurückkehren? Wissen sie überhaupt noch, wer sie wirklich sind?

Meine Meinung:

Eigentlich hatte ich geplant ein ganz anderes Buch vorzustellen, aber dann habe ich "Pretty" gelesen und wusste: Dieses Buch war das Beste, dass ich seit langer Zeit gelesen habe. Um ehrlich zu sein, habe ich nicht damit gerechnet, dass hier feministische Grundsätze diskutiert werden. 
Was ich erwartet habe, war eine eher seichte Geschichte rund um den Wunsch endlich "schön" zu sein. In den Grundzügen der Geschichte stimmt das auch. Doch der Ansatz geht viel, viel tiefer als ich es von einem "einfachen" Roman erwartet habe. 
Die glücklose Schauspielerin, die feministische Bloggerin und die Künstlerin in Schatten des Vaters treffen aufeinander. Sie alle sind klug, stark - aber eben nicht wunderschön. Und ob man(n) es nun wahrhaben möchte oder nicht: Frauen werden nicht gehört, wenn sie nicht schön sind. Kein Make-up tragen. Keine hohen Schuhe tragen. Sich nicht anpassen und danach streben schön zu sein. 
Eigentlich wissen unsere Protagonistinnen, dass Schönheit nicht alles. Trotzdem können sie der Versuchung nicht widerstehen "Pretty" auszuprobieren. Ganz ehrlich? Ich könnte auch nicht widerstehen ...
Die Mädels bekommen neue, wunderschöne Körper und erfahren wie es sich anfühlt, endlich die Beachtung zu bekommen die sie verdienen. Zumindest fühlt es sich kurzzeitig so an. Es dauert nicht lange, bis sich heraus stellt, dass Schönheit einem nicht nur Wege zeigt, sondern sie auch versperrt. 
Am Ende dieser verrückten, witzigen und sozialkritischen Reise steht die Frage: Wer bin ich und warum glaube ich, dass ich nicht gut bin, wie ich bin?
Ja, ich habe einen Fangirl Moment. 
Dieses Buch hat mich kalt erwischt. 
Es zeigt uns den Spiegel der Gesellschaft und die Grenzen des Schönheitswahns, ohne dabei ständig mit dem Zeigefinger zu wedeln. Ich bin sehr froh, dass ich es spontan gekauft habe. 
Es wäre schön, wenn mehr starke, feministische Frauen in "normalen" Romanen aufkommen...





Donnerstag, 30. August 2018

Justine privat - Love is a Battelfield

Cap: https://www.useless-streetwear.de/

„Manchmal bist du wirklich unglaublich eingebildet“, sagt er und sieht mich mit einem Blick an, den ich in meinem Leben schon sehr oft gesehen habe und von dem ich nicht weiß, wie ich mich dabei fühlen soll. 
„Ich sage nur was ich denke.“ 
Vor uns sind die Bücher zum gemeinsamen Lernen, doch so richtig scheint er mir im Moment keine Nachhilfe in Mathe geben zu wollen - stattdessen läuft es eher auf eine Lektion in Sachen Soziales Leben hinaus
„Man muss nicht immer sagen, was man denkt - vor allem nicht, wenn man dann auf andere wirkt wie eine Bitch.“ 
Sein Ton ist streng wie der eines Lehrers und in seinen Augen glitzert eine leichte Wut. Ich bin noch immer nicht sicher, was er nun von mir erwartet, denn entschuldigen werde ich mich nicht. „Dann wirke ich eben so - jeder, der mich kennt, sollte wisse, das ich es nur gut meine.“ 
„Nicht jeder hat nach deiner Meinung gefragt.“
„Es ist aber auch nicht verboten, sie zu äußern. Was andere dann daraus machen ist doch ihre Sache.“
Er schnaubt wütend und schlägt das Buch zu. Das war´s dann wohl mit meinen gratis Mathestunden. Offenbar ist er wirklich wütend, auch wenn ich noch nicht so ganz verstanden habe, warum. 
„Bist du sauer auf mich oder darauf, wie sich das Ganze entwickelt hat?“
„Auf dich! Du hast dich in etwas eingemischt , das dich nichts angeht.“
Ich denke kurz nach. Wenn man es genau nimmt, habe ich mich nicht eingemischt, sondern wurde gefragt was ich tun würde. Allerdings erscheint es mit nicht klugdas jetzt zur Sprache zu bringen. Also sitze ich nur auf meinem Holzboden und blicke ihn an. Soziale Interaktion ist mir manchmal wirklich zu viel. Ich weiß nie, ob ich nun genau ins Schwarze treffe oder glorreich dran vorbei rausche … 

Mittwoch, 29. August 2018

#dtvfantasynewcomer - Im Rausch der Schreibwettbwerbe

Das wunderschöne Cover verdanke ich der Autorin Emily Bähr!
https://www.facebook.com/emilybaehr.autorin/

Link zu Sweek: 
https://sweek.com/de/s/AgcBBQ1sCAAFBQ4OBwYHDWYCCA==/Justine_Pust/F%C3%BCr-das-Land-und-die-Sterne-dtvfantasynewcomer

Klappentext:

Die ersten Nymphenkriege haben das Land gespalten.
König Dean versucht mit allen Mitteln, die Menschen seines Landes zu schützen. Doch die Götter haben andere Pläne mit ihm. Die Narben seiner Vergangenheit drohen wieder aufzubrechen, als seine tot geglaubte Geliebte am Hofe um das Leben ihrer Tochter fleht. Kann ein König ohne Hoffnung das Land und die Frau retten, die er liebt?


Schon wieder ein Wettbewerb?
Ja, ich weiß. Aktuell bin ich ziemlich in meinen eigenen Geschichten versunken. Aber nach all dem Mist in den letzten Wochen, tut es unheimlich gut mich wieder auf Dinge zu stürzen, die ich liebe. Das Schreiben ist schon immer eine Leidenschaft von mir und ich bin dankbar eine neue Plattform dafür gefunden zu haben. 
Seht es mir also nach, wenn ich jeden Wettbewerb mitnehme zu dem eines meiner Manuskripte passen könnte. Die Notizbücher stapeln sich in meinen Schränken und ich höre die Geschichten schon schreien. 
Seiner Leidenschaft zu folgen ist einfach wichtig. Noch schöner ist es, wenn man dabei andere Menschen anstecken kann. Wer also Lust hat, mal zu schauen was ich für Geschichten sich in meinem Kopf zusammensetzten, sollte auf Sweek vorbeischauen. In den nächsten Wochen werde ich sicherlich noch andere Geschichten veröffentlichen. 



Montag, 27. August 2018

5 Basic Tipps um Müll zu vermeiden




Ich muss wohl nicht erwähnen, dass wir ein ziemlichen Müllproblem auf unserer Erde haben. Leider neigen die meisten Menschen dazu, genau das zu ignorieren. Gerade in Sachen Plastikmüll tun sich viele Menschen schwer, etwas zu verändern. Meine kleine Zusammenstellung von Tipps, ist also absolut nicht neues - und muss trotzdem immer wieder erwähnt werden. 

1. Backmatten

Ich mache ziemlich viele Dinge im Ofen. Ob nun Brot, Muffins oder Pizza. Backpapier mag nicht unbedingt das umweltschädlichste im Haushalt sein, aber dennoch kann man es vermeiden. Backmatten sind eine super Alternative. Sie halten ein paar Hundertmal, sind abwaschbar und sogar etwas kostengünstiger. 
Also quasi das beste aus allen Welten. Man bekommt die Matten in vielen Online Shops und in einigen Bio Läden. 

2. Coffee To Go

Da ich selbst ein unglaublicher Kaffeejunkie bin, kann ich es völlig verstehen, dass es einem schwerfällt auf den Kaffee beim Bäcker zu verzichten. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass ich noch nie meinen Becher zum Mitnehmen vergessen hätte ...
Trotzdem gebe ich mir Mühe, immer einen meiner Becher dabei zu haben. Oder ich verzichte zumindest auf den Plastikdeckel! Das mag nicht viel ausmachen, doch in der Masse spart man einiges an Müll!

3. Immer schön die Brotdose nutzen

Unsere Mütter wussten es schon immer: Sich Essen mitnehmen ist gut für Körper, Geldbeutel und Umwelt! Täglich produzieren wir Müll, in dem wir bei Fast Food Ketten essen oder auf den Salat aus dem Kühlfach zurückgreifen. Dabei sind diese Dinge meist schamlos überteuert. Sich morgens einfach mal 20 Minuten Zeit zu nehmen, ist nicht so schwer wie es klingt. 

4. Loser Tee

Natürlich machen Teebeutel nicht unbedingt den größten Teil der Müllproduktion aus. Dennoch hat loser Tee einige Vorteile. Zum einen ist er aromatischer, wird in größeren Packungen verkauft und ist damit auch noch günstiger. Hier hat man also fast genauso viele Vorteile wie die Umwelt selbst. 

5. Denk an deinen Beutel Digger!

Jedes Mal wenn ich an der Kasse stehe, möchte ich gern laut schreien. 
Inzwischen wird in so ziemlich jedem Supermarkt ein Stoffbeutel angeboten und trotzdem kaufen ständig Menschen Plastiktüten. Sorry, aber ich verstehe es einfach nicht. Es kann doch nicht so schwer sein, einfach mal an seinen Beutel zu denken. Mir muss jetzt auch niemand sagen, dass man ihn mal vergessen kann. Das ist mir auch schon passiert, auch öfter. 
Doch selbst dann greife ich entweder auf Papier oder auf feste Beutel zurück. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, immer zwei Beutel in der Tasche zu haben. Wenn vor mir an der Kasse, jemand zu Plastik greifen will, biete ich ihm einfach meinen Ersatzbeutel an. 
Bisher stieß das von 4 Malen, nur einmal auf taube Ohren. Also kein schlechter Schnitt!

Ja, ich weiß, dass viele von Euch all diese Dinge bereits tun. 
Nach diesen Basics wird es in der nächsten Zeit noch einen Beitrag speziell zum Thema Badezimmer geben. Gerade bei Kosmetik und Pflegeprodukten sieht es ziemlich finster aus, wenn man Müll vermeiden möchte.
Was macht Ihr um halbwegs umweltfreundlich zu leben?


Mittwoch, 22. August 2018

Justine privat - Über Heimatliebe

Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/

Ich hasse meine Heimatstadt. Und ich liebe sie.
Wenn Berlin ein Zirkus ist, ist Rostock die Freakshow. In keiner anderen Stadt habe ich bisher so viele gebrochene Seele, zersplitterte Herzen und verdorbene Hirne kennengelernt. Obwohl Rostock immer größer geworden ist, wird es doch immer kleiner.
Zumindest für mich.
Jeder kennt jeden, selbst die Neuen sind schnell abgestanden und stumpf. Es sind die immer gleichen Clubs, die immer gleichen Bars und die wenigen Restaurants, die nicht nur für Touristen bezahlbar sind. Die Jobs sind schlecht bezahlt, aber man spart sich den Urlaub am Meer.
Ja, das Meer ist schon ein entscheidender Faktor meiner Liebe. Genauso der Hafen. Was kann es Schöneres geben, als mit einem Bier am Hafen zu sitzen und über die Studenten zu meckern die meinen ihre Grillkohle in die Warnow zu schmeißen?
Und trotzdem habe ich mich hier nie zu Hause gefühlt. Es fühlte sich schon immer so an, als wäre ich nur auf der Durchreise. Ein notwendiges Übel. Seit Jahren will ich einfach nur weg. Raus aus meiner Heimat, weg von den immer gleichen Kreisen, die ich ziehe. Aber ich bin noch immer hier. Erst für die Liebe, dann für die Familie - und jetzt?
Jetzt sitze ich in der Warteschleife fest. 

Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/

Ich warte und warte und warte, darauf, dass die Zukunft um die ich kämpfe endlich da ist. Ich komme mir vor wie ein Soldat, der auf den Krieg wartet. Nur ohne Waffen, unschuldige Opfer und stupide Gehorsamkeit. Ich sitze am Hafen, trinke mein Bier, nicke den Menschen zu die ich kenne, aber nicht mag - und warte. 
Ich fühle mich eingeengt. Selbst die Möwen scheinen nur noch über mich zu lachen. Egal, wie ich es drehe und wende, ich muss hier weg. Allerdings scheinen sich meine Wege immer so zu kreuzen, dass ich nicht einfach weg kann. Es fühlt sich an, als hätte jemand einen Anker um meinen Fuß gebunden. Ich bewege mich einfach nicht, obwohl ich mit aller Kraft gegen die Strömung ankämpfe. Etwas zieht mich immer wieder runter, auf den schlammigen Grund meiner Heimatstadt. 
Meine Freunde legen den Kopf schief und verstehen nicht, warum ich es so sehr hasse hier zu sein. Ich trage keine Pullis mit Heimatliebe. Auf Konzerten geht mir der lokal Patriotismus auf den Zeiger. Es ist mir egal, dass Rostock die schönste Stadt in Mecklenburg ist. Ich gehe nicht mehr zum Fußball, nur um mich verbunden zu fühlen. Es interessiert mich nicht, wer in der Szene gerade mit wem zusammen ist. Ich identifiziere mich nicht damit, wenn jemand "Mein Rostock" spielt und wenn ich ein Rostocker trinken soll, springe ich lieber in die dreckige Warnow. 
Ich gehöre hier nicht her. 
Aber ich stecke fest und ich verstehe, wieso man sich in diese Stadt verliebt. Sie wirkt so friedlich, so beruhigend grau und voller liebenswerter Freaks. 
Also starre ich weiter in die Wellen und versuche zu verstehen, warum ich einfach nicht weg kann. Wann wird sich der Anker um meinen Fuß endlich auflösen? Warum kommt immer, wenn ich das Licht auf der anderen Seite stehe etwas dazwischen? 
Ich weiß, dass ich hier nicht glücklich werde. 
Ich weiß, dass ich meine Heimatstadt vermissen werde. 
Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Sonntag, 12. August 2018

Mein Beitrag zur #schreibmitdarkdiamonds Challenge - Spiegelseele

Das wunderschöne Cover verdanke ich der Autorin Emily Bähr!
https://www.facebook.com/emilybaehr.autorin/



Ich habe sehr lange überlegt, ob ich es wage, bei einem Schreibwettbewerb mitzumachen. Bisher habe ich mich meist an Kurzgeschichten gehalten. Um ehrlich zu sein, wusste ich bis vor zwei Tagen auch noch gar nichts von der  #schreibmitdarkdiamonds Challenge. 
Allerdings kam mir bei der Aufgabenstellung sofort eines meiner Notizbücher in den Kopf ...
Was soll ich sagen? 
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, oder?
Lange Rede, kurzer Bums: Meine Geschichte Spiegelseele könnt Ihr ab sofort auf Sweek lesen. Wer mich bei diesem Wettbewerb unterstützen möchte, darf die Geschichte um Kate und Daimon gern teilen, liken oder ein Kommentar da lassen.
Am Ende gewinnt die Geschichte mit den meisten Likes der Leser, also schauen wir mal, wie sich meine Story zwischen den vielen anderen tollen Geschichten machen wird. Ich freue mich jedenfalls dabei zu sein und hoffe natürlich, dass Ihr mich unterstützt. 

Hier der Klappentext:

Mein Name ist Kate und ich bin verrückt.
Jemand hat meine Familie ermordet. Niemand weiß warum, doch damit ist mein Alptraum noch nicht vorbei. Jedes Mal wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich Dinge, die nicht da sind. Ich muss verrückt sein. Zumindest würde das auch erklären, warum ich mich in den netten Grufti von nebenan verliebe, während wir versuchen den Mörder meiner Familie zu finden.
Bevor ich mich jetzt um Kopf und Kragen rede, bedanke ich mich jetzt schon mal bei allen, die meine Geschichte lesen. Denn genau darum geht es beim schreiben doch auch: Gelesen werden. Ich hoffe ich kann Euch eine Weile in meine eigene Welt entführen, auch wenn diese nicht immer schön ist ...

Ein besonderes Danke geht natürlich noch Emily Bähr und Anna von The Anna Diaries! 
Danke für Eure Unterstützung <3

Link zu Emily: http://www.emilybaehr.de/


Mittwoch, 8. August 2018

Justine privat - Die Panik vor der Antwort

Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/


„Was ist denn nur los mit dir?"
Ich blicke von meinem Kaffee auf. Wenn ich ehrlich bin, habe ich seit bestimmt 10 Minuten nicht mehr zugehört. Ertappt lasse ich den Löffel fallen und lehne mich auf meinen Stuhl zurück. Manchmal möchte ich meinem Leben gern in den Arsch treten. 
„Es ist nichts", sage ich ausweichend und versuche ihrem Blick stand zu halten. 
„Dein Ernst? Du hast mir nicht zugehört und siehst aus, als hättest du den Anfang von John Wick gesehen ..."
„Es ist nicht fair, dass der Dackel sterben muss."
„Nein, ist es nicht - also: Was ist los!"
Ich blicke an ihr vorbei. Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz so einfach, denn eigentlich ist NICHTS los. 
„Ich drehe mich noch immer im Kreis, ich warte darauf dass irgendeine verfickte Uni sich endlich meldet - und selbst, wenn sie das tut, darf ich mich nicht freuen. Denn auch dann ist noch nicht sicher wie es weiter geht. Was ist wenn ER keinen Platz an der gleichen Uni bekommt? Oder wenn ich keine Wohnung finde? Wenn ich eigentlich gar nicht an den Arsch von Deutschland ziehen will? Ich hab es einfach nur satt."
Ich sehe sie beim sprechen nicht an, denn ich kann diesen Blick nicht mehr ertragen. Die ständig gleichen Worte, die mir Mut machen sollen, aber kein Stück bei den realen Problemen helfen. Es ist anstrengend in einer Dauerschleife zu leben und immer wieder den Ausstieg zu verpassen. 


„Es wird dich schon eine Uni nehmen, und selbst wenn nicht - dann eben nächstes Jahr."
„Klar, ich habe ja auch ewig Zeit."
„Lass den Kopf nicht hängen, es ist noch genug Zeit und bis zum September wirst du schon etwas finden."
„Ja, etwas - aber nicht das Richtige."
Ich will nicht weiter darüber reden, denn es bringt nichts. Keine nett gemeinten Worte werden mir helfen, mit der aktuellen Situation besser zurecht zukommen. Die Antworten die ich brauche, hat niemand. Die Zukunft die ich mir wünsche liegt noch in weiter ferne. Niemand hat mich davor gewarnt, wie einsam die richtigen Entscheidungen einen machen. 
So allein wie jetzt, habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. 
„So kenne ich dich gar nicht", sagt sie und runzelt besorgt die Stirn. 
„Ich mich auch nicht", antworte ich gedehnt. „Mach dir nichts draus, ich bin aktuell einfach überfordert damit unterfordert zu sein. Es wird einfach Zeit, dass ich wenigstens einen meiner Träume erreiche und nicht ständig Zeit in der Warteschlange vertrödle ..."
„Wie sieht denn dein Notfallplan aus?"
„Es gibt keinen."
„Was?"


„Der Plan war Schriftstellerin zu werden, ich weiß nicht ob es dir aufgefallen ist, aber da bin ich noch nicht sehr weit gekommen. Das hier IST der Notfallplan. Noch einen habe ich nicht."

#hro2209 - Jede Stimme gegen Rechts

Demos sind für mich immer so eine Sache.  Ich habe tatsächlich ein Problem mit großen Menschenmengen. Trotzdem weiß ich, wie wichti...