Freitag, 7. September 2018

Justine privat - Immer weiter gehen

Foto und Bearbeitung von: https://www.facebook.com/astralmattersphotography/
https://www.instagram.com/astralmatters_photography/
Da sitze ich also. 
Ich fühle mich wie ein Versager, ich fühle mich verraten und ich vergrabe mich in meinem Gejammer, bis ich es selbst nicht mehr ertragen kann. Das Problem an unseren Plänen ist, dass sie nicht immer funktionieren. In Sachen Scheitern bin ich inzwischen zu einem Profi geworden. Man kann es auf das Schicksal schieben, auf den Zufall oder auf Unfähigkeit. Vielleicht auch eine Mischung aus allem. Manche Menschen haben einfach mehr Pech als andere. 
Das bedeutet nicht, dass ich mein Leben hasse. Zumindest nicht immer. 
Es gibt viele schöne Dinge in meinem Leben, viele Menschen, die mich unterstützen und viele Privilegien, die andere Menschen nicht haben. Ich bin also dankbar und wütend gleichzeitig. Vielleicht liegt es an dem Erfolgsdruck. Die große 30 kommt immer näher und ich fühle mich, als hätte ich mit meinem Leben bisher nicht besonders viel angestellt. 
Kein Studienplatz, keine Ahnung, wie es nun weitergeht und absolut keinen Bock auf ein überteuertes Fernstudium. Doch was noch schlimmer ist: Keine Möglichkeit, die aktuelle Situation in diesen Punkten zu verändern.

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Ich würde gerne sagen, dass ich mich damit abgefunden hab. Habe ich aber nicht. Im Gegenteil.
Das Loch in dem ich sitze, wird nur größer, wenn ich weiter grabe. Was also dann? 
Ich sag es Euch, wenn ich es weiß. 
Aktuell mache ich einfach weiter, versuche mich mehr auf die Dinge zu stürzen, die ich liebe und sehe mal wo mich das hinführt. Ich sitze weiter in einer Warteschleife, noch ein Jahr, noch 12 Monate. Mehr Zeit kann ich diesem Traum nicht geben, ohne völlig wahnsinnig zu werden.
Das Leben läuft nicht wie geplant, aber es läuft immer weiter. 
Vielleicht muss ich auch einfach immer weiter machen, selbst wenn ich das Gefühl habe, bei jedem Schritt mehr zu verlieren, mehr Schmerz zu spüren und mehr von dem zu verlieren, was ich will. Depressionen sind Arschlöcher, die uns in den schlimmsten Momenten nur noch weiter runterziehen. Uns die Schaufel in die Hand drücken und erwarten, dass wir unser eigenes Grab buddeln. All die fiesen kleinen Gedanken in meinem Kopf, in unseren Köpfen. Wir können sie nicht immer ausschalten, manchmal brauchen wir ein paar Tage, Wochen oder Monate um mit ihnen zu leben. Manchmal schaffen wir es auch nicht alleine. 
Das ist alles okay. Wir müssen nur immer weitergehen. Bis zum Ende. 
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Kommentare:

  1. Danke für Deine offenen Worte und Deinen interessanten Ansatz, der mir sicherlich weiter helfen wird. Ich schwanke momentan noch BWL per Fernstudium bzw. an einer Präsenzuni zu studieren. Beides hat sicherlich seine Vor- Und Nachteile. Tendenz geht momentan Richtung Fernstudium, aber mir bleiben ja noch ein paar Tage zum überlegen

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    1. Genau, lass dich nicht unter Druck setzten! Am Ende muss sich die Entscheidung einfach richtig anfühlen ...

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