Mittwoch, 25. Oktober 2017

Meckermittwoch - Kinder? Nein, Danke.


„Oh, Eure Beziehung geht wohl in die nächste Phase – was plant ihr als Nächstes?“
Ich verziehe das Gesicht, als hätte ich in eine Zitrone gebissen und wölbe dann die Augenbrauen so hoch, dass sie sich fast an meinem Haaransatz stoßen. Es wäre untertrieben, zu behaupten, ich wäre kein Fan solcher Unterhaltungen. Sie kommen aus dem Nichts und beißen sich in den unpassendsten Momenten fest.
„Wie meinst Du das?“
Sie stemmt die Hände in die Hüften und sieht mich an, als wäre ich der dümmste Mensch auf Erden.
„Na, die Jüngste bist du ja nicht mehr, wird ja Zeit das du dich mal entscheidest!“
Wäre ich gerade dabei etwas zu Essen, hätte ich mich sicher verschluckt, aber ich starre sie nur verwirrt an. Ich weiß schon, warum ich es nicht mag, mit der Bahn zu fahren. Man läuft Gefahr Menschen zu treffen, die man kennt – und diese wollen sich meist auch noch unterhalten, obwohl man viel lieber lesen würde.
„Macht ihr Euch denn gar keine Gedanken um die Zukunft?!“, fragt meine Bekannte entrüstet und sieht dabei aus, als würde sie mir sofort einen Termin für ein Selbsthilfeseminar machen wollen. Ich zucke mit den Schultern und schiebe mir eine Haarsträhne hinter das Ohr. Der Blick der älteren Dame neben mir scheint eine einzige Anklage zu sein.
„Doch, aber es sind eher Gedanken wie: Wie zahlen wir nächsten Monat die Miete.“
Sie schüttelt den Kopf und atmet einmal theatralisch tief ein. 
„Das geht doch so nicht.“
Meine Augenbrauen wandern noch weiter nach oben, sodass ich mich frage, ob sie überhaupt noch in meinem Gesicht sind oder wie in einem Comic über mir schweben. 
„Wir kommen ganz gut klar, danke.“
„Offensichtlich nicht. Ihr müsst an eure Zukunft denken. Wie wollt ihr denn so eine Familie gründen?“ 
Ich umfasse das Buch in meiner Hand fester und denke darüber nach, ob ich sie damit erschlagen könnte. Wahrscheinlich nicht. Es ist kein Festeinband und nicht besonders dick. Schade eigentlich. Ich sehe die Titelseite schon vor mir: 
Verrückte Blauhaarige erschlägt liebevolle Mutter mit Argumenten in Buchform! 
Wieder schüttelt sie den Kopf, als hätte sie den gleichen Film gesehen wie ich in meinen Gedanken. „Du kannst dich nicht ewig hinter deinem Rockerimage verstecken. Irgendwann musst du einsehen, dass deine innere Uhr tickt.“
„Danke, die darf ruhig ticken.“
„Ich meine es ernst.“
„Ich auch.“
„Ich will dir nur helfen.“
Sie bekommt ganz wehleidige Augen, wie die Mutter von Bambi - kurz bevor sie erschossen wird. Behutsam legt sie mir eine Hand auf das Knie. Wie ich es hasse, wenn Menschen mich ohne zu fragen einfach antatschen. 
„Du bist nicht ewig in den Zwanzigern – glaub mir ich hab auch mal so gedacht wie du. Kinder sind etwas wundervolles, das wirst du sehen, wenn du endlich eigene hast.“
„Danke, ich verzichte.“
Das Letzte was ich will, ist nach einem langen Arbeitstag in der Bahn über meinen nicht vorhandenen Kinderwunsch zu reden. Warum werde ich überhaupt darauf angesprochen? Ist mein Uterus ein so schönes Thema, dass jeder meint, seinen Senf dazugeben zu müssen?
„Du bist so engstirnig.“
„Das sehe ich andersherum.“
„Ich mache mir doch nur Sorgen, du wärst eine wundervolle Mutter. Meinst du nicht, dass du der Welt etwas hinterlassen möchtest?“
In mir steigt Ekel auf. 
„Ich sehe mich selbst nicht als Gebärmaschine“, zische ich grimmig und versuche die Blicke um mich herum auszublenden. 
„Du siehst die Mutterschaft so negativ, dabei ist es das größte Geschenk.“
„Für dich vielleicht, für mich nicht.“
„Das siehst du jetzt so - aber glaub mir wenn du das erste Mal spürst das sich ein kleines Wunder in deinem Körper entwickelt, wirst du mich verstehen.“
Ich schlucke eine Antwort herunter. Auch wenn ich ziemlich offen mit meinem Privatleben bin, muss doch nicht die gesamte Bahn wissen, dass ich ein parasitäres Wunder bereits erleben musste. Leider ist mir außerdem bewusst, dass ich soviel gegen diese gut gemeinten Argumente anreden kann wie ich möchte: Es wird nichts bringen. Das Schweigen dehnt sich langsam aus. 
„Denk einfach noch einmal darüber nach, etwas Zeit bleibt dir noch.“
„Ich muss hier raus“, wehre ich ab und schiebe mich von meinem Sitz.
„Bis zum nächsten Mal! Besuch uns mal wieder!“, ruft sie mir hinterher und mir läuft es eiskalt den Nacken herunter. Das letzte was ich in meiner kostbaren Freizeit machen will ist zwischen ihr und den zwei Kindern zu sitzen – oder neben ihrem Ehemann der nach 3 Bier anfängt über seine verlorenen Träume zu reden. So ein Leben möchte ich nicht führen. Sie mag es glücklich machen, aber mich?
Nein, danke. 
Da ich nun 3 Haltestellen zu früh ausgestiegen bin, muss ich nach Hause laufen – aber das ist okay. Dort wartet ein wundervoller Freund, der ebenso wenig Lust darauf hat, dass sich etwas in meinem Uterus einnistet, wie ich und ein flauschiger Hund, den ich wesentlich lieber um mich habe. 
Warum nur meinen Menschen sich in die Familienplanung anderer einmischen zu müssen? Für mich ist es völlig in Ordnung, dass die Frauen um mich herum Kinder bekommen möchten. Doch diese Akzeptanz scheint es umgekehrt nicht zu geben. 
Wie steht Ihr zu diesem Thema?
Habt Ihr ähnliches erlebt?

Kommentare:

  1. Naja, Gebärmaschine ist schon hart. Ich sehe moch nicht so. Ich mag es auch nicht auf das Muttersein reduziert zu werden. Ich bin nicht "nur" sondern "auch".
    Ansonsten kann ich dich voll verstehen.
    Als ob man der Welt nichts anderes hinterlassen könnte als Kinder! Und ganz ehrlich, frage ich mich manchmal ob es nicht von MIR egoistisch war, welche zu bekommen. Kindern diese Welt wie sie ist und noch wird, anzutun.
    Aber andererseits, man weiß ja nie. Vielleicht verändern sie die Welt zum positiven. Man kann nicht alles vorhersehen. Ich schweife ab...
    Wieso wird Frauen automatisch ein Kinderwunsch unterstellt? Als ob man ohne nicht glücklich sein könnte und bis Datum X welche haben müsste.
    Es sollte heutzutage möglich sein das vorurteilsfrei selbst zu entscheiden. Da sieht man immer wieder wie weit die Emanzipation und der Feminismus wirklich sind.
    Ich hasse es auch, dass manche Menschen davon ausgehen, dass das, was SIE toll finden als allgemeingültige Norm sehen. Und alle anderen die anders denken, sind dann unnormal, verdrängen oder ähnliches 🙄

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    1. Ich sehe ähnlich - und tatsächlich kann ich auch das Thema Egoismus beim Kinder bekommen nur unterschreiben. Nicht, weil die Welt ohnehin langsam zu Grunde geht, sondern eher weil ich mir denke MEINE GENE sind nun wirklich nicht hilfreich. Danke für dein Kommentar! Ich freue mich immer, wenn auch Muttis mal klarstellen, dass sie mehr sind als *nur* eine Mama.

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  2. Hi! Erst mal toller Beitrag - zu dem ich unbedingt was schreiben muss.
    Ich komme vom Land. Die meisten aus meiner alten Klasse sind schon Mütter, verheiratet oder zumindest verlobt - zur kurzen Info, ich bin fast 24 ... Aber so ist das nun mal am Land. Ausnahmen wie ich, die in der Stadt Salzburg studieren, sind die Ausnahme. Ich glaube, ich bin momentan sogar die einzige in meinem Kaff …
    Erst letztens habe ich erfahren, dass die beste Freundin meiner 13-jährigen Cousine schwanger ist (die ist zwar 16, aber echt jetzt?!) und das alle soooo toll finden. Es wird zwar schwer, aber sicher schön - war so eine Aussage. Am Land denkt man ja nicht mal an Abtreibung oder Ähnliches.
    Doch wieder zurück zum Thema. Ich habe Jahre gebraucht damit klar zu kommen, dass ich schon mal kein Beziehungsmensch bin. Ich komm mit Beziehungen nicht klar und deshalb erst recht nicht mit Kindern. Ich unternehme gern etwas mit Freunden, aber dann bin ich froh, wenn ich nur eine Woche für mich habe. Ich wollte (und will) auch nie irgendwelche haben. Manchmal überfordert es mich schon auf mich selbst aufzupassen - und dann noch ein Kind? Oh Gott, das ist für mich der Horror. Ehrlich. Ich habe Alpträume in denen ich schwanger bin und durchdrehe.
    In der Familie sieht man das überhaupt nicht positiv: Es ist seltsam, dass ich immer alleine bin. So langsam sollte ich mir ja jemanden suchen, WEIL ich ja irgendwann auch Kinder haben sollte. Mit dem erstbesten soll das ja nicht passieren.
    Mir ist eins von dem Frauenbewegung-Seminar in Erinnerung geblieben: In der heutigen Zeit wird immer noch nicht akzeptiert, wenn eine Frau keine Mutter sein will. Mutterschaft wird als der „Sinn des Lebens“ für Frauen angesehen.

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    1. Wie gut ich dich verstehen kann!
      Diese Träume habe ich auch immer wieder - genährt durch solche Horror Geschichten in denen Frauen "zu spät" mitbekommen haben, dass sie schwanger sind und das Kind dann austragen müssen. Wir haben eine ganze Zeit auf dem Dorf gelebt, aus meiner alten Klasse bin ich auch eine der letzten ohne Kind.
      Das man sich überhaupt rechtfertigen muss ist schon hart ...
      Ich drücke dich von hier aus kann nur sagen: Wir sind nicht allein.
      Selbst Mütter melden sich ja inzwischen zu Wort und sagen klar, dass sie sich nicht noch einmal für Kinder entscheiden würden. Manchmal ist es eben besser sich das einzugestehen.
      Gern allein zu sein, hat nichts mit Einsamkeit zu tun.

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  3. Hallo Justine,

    solange Dir niemand eine afrikanische Fruchtbarkeitsgöttin aus Holz schenkt, ist doch noch alles ok. *lach* Meine Schwiegermutter hat mir alle möglichen Fruchtbarkeitssymbole geschenkt, weil sie endlich Großmutter werden wollte.

    Ich/wir hätten gerne Kinder gehabt, die Natur hat jedoch für uns keine vorgesehen. Die "dummen Gespräche" kenne ich jedoch auch. Nur waren die bei uns dann "wieso klappt das bei Euch nicht, Ihr seid doch beide gesund...?"

    LG Babsi

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    1. Danke für dein Kommentar! Und: Echt jetzt?
      Das ist schon ziemlich hart.
      Habt Ihr denn schon mal über die Möglichkeiten der Adoption nachgedacht, wenn der Kinderwunsch so ausgeprägt ist?
      Ich glaube immer daran, dass der Körper einen manchmal besser kennt als man sich selbst ...
      Vielleicht ist es gut, dass es auf dem Weg nicht geklappt hat. Klingt im ersten Moment hart, ich weiß ...
      Ich drücke dir/euch auf jeden Fall die Daumen und hoffe, dass ihr euren Wunsch in einer anderen Form nachkommen könnt.

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    2. Hi,

      zwischenzeitlich sind ein paar Jahre vergangen in denen wir es uns ohne Kind gemütlich gemacht haben. Eine Adoption kam für uns nicht in Frage. Es war auch all die Jahre ok für mich, dass wir eben kein Kind hatten. Ich dachte immer es ist gut so, wie es ist.

      Dann kam im letzten Jahr ein junger Mann in mein Leben, der mich zwischenzeitlich als Mutterersatz sieht - und bei mir öffneten sich alle Türen und Tore. Es war eben doch nicht ok all die Jahre. Erst als dieser junge Mann in mein Leben trat wurde mir bewusst, was mir über die Jahre gefehlt hat.

      Jetzt erst fühle ich mich "ganz".
      Komisch, oder?

      LG Babsi

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    3. Vielleicht war genau das der kosmische Plan!
      Total schön. sowohl für dich als auch für den jungen Mann!

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  4. Amen! Ich kenne diese Diskussionen nur zu gut, und ich bin erst 22. Und schon wird man nach Kindern gefragt. Alter, kommt mal damit klar, dass manche Frauen einfach keine wollen! Wir sind doch im 21. Jahrhundert und können das selbst entscheiden!
    Mir ist generell unbegreiflich, wie man sich an so einem privaten Aspekt im Leben eines anderen stören kann. Klar, meine Mama darf traurig sein, weil sie gerne Enkelkinder hätte. Aber sonst muss das doch niemanden auch nur peripher tangieren, dass wir lieber Hunde als Kinder mögen.
    Toller Artikel! Ich bin froh, dass ich mit meinen Ansichten nicht alleine bin!
    Alles Liebe,
    Julie

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    1. Hallo Julie und auch dir danke!
      Ich finde ein Rudel Hunde auch viel angenehmer :D Da meckert auch niemand wenn sie mit 10 noch in meinem Bett schlafen ...

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  5. Das kann ich gut verstehen. Ich bin zwar ein Mann. Und ich hätte vielleicht einmal gern Kinder gehabt. Aber ich sehe den Sinn des Lebens nicht unbedingt darin, einer Frau mein Erbgut zu applizieren. Es gibt ein Leben (sogar ein sehr reiches) jenseits der Fortpflanzung. Ich hätte ja die Mitleidstour fahren können, da ich von Natur aus steril bin. Aber auch darauf hatte ich keinen Bock. Und so meinten die Leute auch, ich müsste mich rechtfertigen, dass ich meinen Eltern Enkelkinder verweigere. Ich sagte dann meist: „Wenn die welche haben möchten, können sie sich ja selbst welche machen!“ Das beendete meist das Gespräch. Wenn ich nicht vorher schon geflohen war. Man hat nicht immer Lust, gerade etwas näherstehenden Leuten zu sagen, sie sollten sich gefälligst um ihren „eigenen Dreck“ kümmern. Lass Dich nicht beirren! Es ist Dein Körper ...

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    1. Danke Drago!
      Ich finde es auch immer interessant, dass mein Uterus offenbar ein großes Gesprächthema ist. Man sollte doch meinen das meine Innereien mir gehören.

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  6. Ich sehe es so wie Nordherz, Muttersein ist bestimmt schön, aber darauf möchte ich keinesfalls reduziert werden. Ich habe ja auch eine gute Ausbildung und möchte mit dieser auch etwas erreichen. Mütter, die sich lediglich nur über ihre Kinder definieren (kenne ein paar davon) sind allerdings schwer zu ertragen und lieben genau solche Gespräche.

    LG Kathrin

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    1. Und das ist einfach schade! Nicht nur für uns, die wir solche Gespräche ertragen müssen, sondern auch für sie selbst. Es gibt viele tolle Power Mamas in unserer Gesellschaft, aber sich selbst nur darüber zu definieren finde ich schlicht unbegreiflich. Immerhin sind wir doch alle mehr.

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  7. Das kann ich gut verstehen. Ich habe zwar im Juli geheiratet, das heißt aber nicht automatisch, dass mein Mann und ich Kinder wollen. Wir wollen nämlich keine. Wir sind ohne sehr glücklich. Aber leider verstehen das die meisten Menschen nicht. Es heißt dann nur:"Irgendwann willst du welche, warte nur ab. Das ändert sich." Nein! Das soll sich gar nicht ändern. Ich kann Kinder nicht so gut leiden. Ich meine, ich hasse sie nicht und ich kann auch mit ihnen umgehen, aber ich will einfach keine eigenen. Ich glaube, da mein Mann auch keine Kinder haben möchte, dass unsere Ehe kaputt gehen würde, wenn wir plötzlich eins bekämen. Mein Mann will ja nicht mal einen Hund.. Wir wollen unsere Ruhe. Wir wollen spontan sein. Und dazu bekomme ich immer die Antwort:"Auch mit Kindern kann man spontan sein." Meine Antwort darauf: Klar, sehr spontan. Fahr mal nachts um 3 Uhr zur Tanke und danach noch nach BurgerKing mitm Kleinkind. Da wird dir das Kind doch sofort weg genommen. Und dann heißt es:"Na wenn du keine anderen Sorgen als BurgerKing hast!" Obwohl das nur ein Beispiel für unsere Spontanität war. Es gibt einfach vieles, u.a. Hobbies, die wir nicht aufgeben wollen. Wir wollen leben, nicht Eltern sein und nur noch schuften, um den Nachkommen ein Haus hinterlassen zu können.

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    1. Diese Gedanken habe ich auch oft.
      Nicht einmal mit Hunden bist du noch sehr spontan. Die ganze Nacht feiern und morgens um 10 nach Hause kommen?
      Geht nicht.
      Mit einem Kind noch weniger, denn das kannst du nicht einfach 4-5 Stunden alleine lassen ohne das etwas passiert.

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  8. Was soll ich sagen … ich bin Ü40 und selbst jetzt lassen mich einige Menschen nicht in Ruhe mit dierser Thematik!

    Meine ausführlichen Gedanken dazu hab* ich vor einigen Monaten unter dem Artikel:
    Wenn Frauen keine Kinder WOLLEN! verfasst, schau gern mal hier:

    https://die-edelfabrik.blogspot.de/2017/02/wenn-frauen-keine-kinder-wollen.html

    Dann siehst Du, dass Du nicht allein bist mit Deinen Gedanken :)

    GLG aus der Edelfabrik
    Chrissie

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    1. Und es beruhigt mich unglaublich, dass ich gerade im Internet so viele Mädels in allen Altersklassen finde!

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    2. Liebe Chrissie, ich bin 41 und auch die Stimmen in meinem Umfeld lassen noch nicht richtig nach, sondern werden allenfalls noch etwas mitleidiger. Deinen Artikel werde ich gleich mal lesen :)

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  9. Ein großartiges Thema, bei dem uns noch viel Arbeit bevorsteht.
    Allerdings kann ich, ausnahmsweise mal, mit einem Positivbeispiel um die Ecke kommen. Auf der letzten Firmenfeier unterhielt ich mich mit einer Kollegin, Ü40, 2 Kinder. Sie war tatsächlich aufmerksam daran interessiert, was ich zu sagen hatte und wie ich meine Entscheidung begründete und verstand mich sogar vollkommen. Das war mal eine schöne Abwechslung.

    Ich versuche es immer wieder mit der "Verantwortungskarte", wenn der Gesprächspartner nicht völlig verblödet ist, zieht die Logik meist auch, aber mühsam ist es allemal und privat obendrein.
    Gerne lege ich mir auch Gegenfragen zurecht wie "Magst du xy?", der Gegenüber ganz empört: "Nein, natürlich nicht, das kommt für mich nicht infrage!". Nur um dann süffisant grinsend zu sagen "Na dann warte noch ein bischen, das kommt sicher noch." Stille.

    Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, sein und sein lassen. Warum ist das nur so schwer?

    LG,
    Tiefseetaucherin

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    1. Zu mir kam tatsächlich mal eine Frau an und meinte: "Wenn Du ein Auto hast, fährst Du auch nicht ewig mit der Bahn."
      Ich grübel bis heute wie genau ich das verstehen soll.

      Danke für dein Kommentar meine Liebe.
      Und schön, dass es auch andere Beispiele gibt.

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  10. Episch! Mir wird immer vorgeworfen: Du bist Mama, willst du nicht langsam mal erwachsen werden? Furchtbar. Ich kanns voll verstehen wenn man solche, angeblich, gut gemeinten Ratschläge bekommt. Ich bin Alleinerziehend, studiere und kann mein Kind ein vernünftiges Leben ermöglich, also warum zum Teufel kann ich mir nicht meine Verrücktheit bewahren und meinem Sohn so zeigen, dass da mehr ist als diese Konsumgesellschaft in der wir Leben?

    Ich finds super, dass du keine KInder haben willst und dazu stehst. Ich meine...die Welt brauch nun wahrlich nicht noch mehr Menschen die sie versauen und zu müllen. Und man will sein Kind ja vllt auch nicht in so eine Welt setzen, wo gefühlt, immer mehr Hass existiert. Ich finds stark. Nie von jemanden reinreden lassen :D

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    1. Lieben Dank!
      Es tut immer gut zu sehen, dass auch Mütter einen verstehen! Immerhin habt ihr gelinde gesagt den schlimmsten Job der Welt :D Miese Bezahlung und wenig Anerkennung - aber viele rocken es eben ohne sich dabei von der Gesellschaft reinreden zu lassen und das ist schlicht großartig.
      Bitte werd nie erwachsen!

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  11. Ein toller Beitrag zum Thema Kinderlosigkeit : https://www.beautydelicious.de/kinderfrei-und-spass-dabei/

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  12. Bin einfach nur dankbar für diesen Beitrag und die vielen Kommentare. Durfte mir erst vor einiger Zeit von einem Familienmitglied anhören, mein Leben sei sinnlos, wenn ich keine Kinder bekäme. Um mich herum sind alle überzeugt, dass sie Kinder haben wollen. Ich bin 26 und finde persönlich, dass man in diese Welt keine Kinder setzen sollte. Habe seit Anfang der Pubertät immer wieder mit Depressionen zu kämpfen und kann mir nicht vorstellen, wie das mit Kind gehen soll.
    Aber das Problem ist, dass der große Baby Boom und das nerven ja erst noch kommt: in den 30ern. Habe jetzt beschlossen einfach zu sagen, ich sei unfruchtbar um meine Ruhe zu haben ...

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    1. Eigentlich nur traurig, dass man sich rechtfertigen muss. Man will nicht. Ende.
      Es kann den anderen doch egal sein.

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#hro2209 - Jede Stimme gegen Rechts

Demos sind für mich immer so eine Sache.  Ich habe tatsächlich ein Problem mit großen Menschenmengen. Trotzdem weiß ich, wie wichti...