Freitag, 22. September 2017

Justine privat - Cover the Road


Das Leben spielt uns manchmal einige Chancen zu, um einige haben wir Jahre lang gekämpft und andere ergeben sich im Laufe einiger Zufälle. 
Die Problematik mit Chancen ist eigentlich offensichtlich: Wenn man eine sausen lässt, kommt sie vielleicht nie wieder. Nur dürfte es auch schwer werden, alle auf einmal wahrzunehmen. Es ist wichtig die Dinge genau zu betrachten und sich dann darüber klar zu werden was man eigentlich will, wo wir auch schon bei meinem Problem sind.
Ich sitze mitten auf einer Kreuzung. Bildlich gesprochen. Obwohl ich nicht behaupten kann, dass es nach einigen Alkoholausrutschern nicht schon einmal passiert wäre. Doch das ist nicht das Thema gerade. 
Vor mir sind gleich drei Wege, die nach mir brüllen, doch welchen davon ich gehen will, das weiß ich leider nicht - denn MEIN Weg ist leider nicht dabei. 
Die letzten 3 Jahre habe ich damit verbracht, mein Abi nachzuholen und mich halbtot zu arbeiten. Das alles nur, damit ich studieren kann. Natürlich klappt genau das jetzt nicht so schnell im Anschluss, wie ich es gern wollte. Irgendwas ist immer. 
Also sitze ich wieder im Arbeitsleben. 
Das Problem dabei ist, dass ich wieder anfange von dem zu träumen, was ich eigentlich will. Schreiben.


Haare: Directions Atlantic Blue
Eyliner: KAT VON D TATTOO LINER
Ich habe Dutzende andere Sachen versucht, doch auf Dauer macht es mich am glücklichsten mit meinem Kaffee vor dem Laptop zu hängen. Klingt komisch, ist aber so. Mein aktueller Job ist okay. Ich verdiene immerhin nicht mehr nur den Mindestlohn, habe genug Zeit für die Hundedame und langsam stabilisiert sich auch mein Konto. 
Immer wieder werde ich gefragt, ob mir mein Job denn keinen Spaß macht. Er macht Spaß, ich arbeite gerne. Jedoch ist etwas Spaß eben nicht genug und ich scheue mich davor wieder mehr Verantwortung zu übernehmen, auf der anderen Seite bedeutet mehr Verantwortung auch mehr Geld. Und das man mit Geld viele schöne Sachen machen kann, ist ja bestens bekannt ... 
Ich wollte das Abi machen, um Psychologie oder Soziale Arbeit zu studieren. Für beides stehe ich auf so ziemlich allen Wartelisten in gesamt Deutschland. Ich kann mich noch nicht so recht damit abfinden, noch warten zu müssen. 
Also sitze ich, mitten auf meiner Kreuzung und warte darauf, dass ich endlich abbiegen darf. Ich will nicht festsitzen, doch es liegt aktuell nicht in meiner Hand. 
Immer schön langsam. Ein Schritt nach dem anderen. 
Zum Glück sitze ich nicht allein da. 
Um mich herum geht es vielen so. Ich glaube, dass Wichtigste ist nicht einfach sitzen zu bleiben, wenn der nächste Bus kommt. Lieber eine Entscheidung treffen und sie bereuen, als später darüber zu grübeln was hätte sein können - oder?

Kommentare:

  1. Hi ich sehe das genau so, warten und das Leben vorbeiziehen lassen ist das Schlimmste. Ich glaube, Entscheidungen sollte man später nicht bereuen sondern einfach als Erfahrung sehen, aus der man eh immer viel lernt. Ich drücke dir die Daumen für dein Studium (ps. hast du schon mal versucht, dich in der Schweiz anzumelden?? Kenne mich in deinem Gebiet nicht so aus, aber wir haben viele Hochschulen..) Grüessli Jeannine

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    1. Hallo meine Liebe!
      Die Schweiz habe ich mir tatsächlich schon mal genauer angeschaut - allerdings würde das Bafög dafür wohl nicht reichten ... Sehr Schade. Danke für´s Daumen drücken und die lieben Worte <3

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  2. Meine Liebe, ich kann dich so gut verstehen.
    Bei mir war/ ist es zwar nicht so, dass ich auf Wartelisten stehe - viel mehr hatte ich den Studienplatz sicher, aber konnte ihn mir eben finanziell nicht leisten.

    Aber mittlerweile habe ich einen kleinen Lichtblick, und arbeite nun darauf hin.

    Lass den Kopf nich hängen, Du bist stark!

    Liebst,
    Mary

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    1. Du auch meine Liebe!
      Manchmal machen uns die Umwege zum Ziel noch stärker ;)

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