Freitag, 10. November 2017

Justine privat - Am Ende wird alles gut, vielleicht

Mütze, Shirt, Beutel: http://www.hangmanclothing.com/


Wer kennt sie nicht? 
Diese Momente in denen einfach nichts so klappt wie man es sich gewünscht hat. Man wird immer wieder an den Rand der Belastbarkeit gestoßen und hat Angst in eine Schlucht zu fallen, aus der man nicht wieder heraus kommt.
Ich hatte schon endlos viele dieser Momente – manchmal sogar ganze Wochen und Monate. 
Manchmal wusste ich nicht wie ich meine Miete zahlen sollte oder vorher ich etwas zu essen bekomme.  Stunden lang habe ich mir den Kopf zerbrochen wie ich meine Rechnungen zahlen soll – gerade nach dem meine Hündin die Behandlungen brauchte. 
An einigen Tagen bin ich einfach ins Bett gegangen ohne etwas zu essen, nicht gesund aber sparsam. 
Und am nächsten Tage habe ich einfach weiter gemacht. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Manchmal plagen einen Gedanken, einfach alles hin zu werfen und neu anzufangen. Doch ganz so einfach ist es nicht, oder vielleicht doch? Vielleicht ist es sogar zu einfach, alles stehen und liegen zu lassen, statt sich dem zu stellen? Ich bin jedenfalls noch immer hier, immer noch am Kämpfen. Das ist in Ordnung, denn ich kämpfe nicht alleine und nicht nur gegen mich selbst.

Sonntag, 5. November 2017

Tabubruch: Ja, ich habe abgetrieben.


Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl. 
Mein Herz klopfte so schwer in meiner Brust, dass es wehtat. Ich wusste bereits, dass dieser Test das Gleiche anzeigen würde wie all die anderen. Aber ich klammerte mich verzweifelt an die Hoffnung, dass es nur ein Fehler war. Ein kranker Scherz des Universums. 
Aber das Plus erschien und auch meinen Tränen der Wut konnten nichts daran ändern. Für mich stand die Entscheidung schon in den ersten 10 Sekunden fest. 
Ich wollte kein Kind. 
Eine einfache Tatsache. Ich war schwanger, aber ich würde es nicht bleiben. 
Nicht eine einzige Minute habe ich diese Entscheidung angezweifelt und das würde ich auch jetzt noch nicht tun. Kinder sind für mich keine Diskussion, die man führen kann. Es gibt nur zwei Ausgangslagen: Es bekommen oder nicht bekommen. 
Gleich nach diesem positiven Schwangerschaftstest übergab ich mich eine gute Stunde. Hormone sind schon etwas Feines. Danach informierte ich den Nicht-bald-Vater und rief beim meinem Gynäkologen an.
Ich wusste ganz genau, wie das Ganze ablaufen würde. Immerhin hatte ich meine Ausbildung in der Frauenheilkunde gemacht. Darum wusste ich auch, dass ich einen Termin bei Pro Famila machen musste. Das war der dritte Schritt. 
Danach saß ich einfach nur da. Ich zitterte am Ganzen Körper und verfluchte es, dass die modernen Verhütungsmethoden lange nicht so sicher sind, wie man immer glaubt. 99% klingt nach viel, aber nur, solange man selbst nicht zu dem 1% gehört. 
Einen Tag später saß ich im Wartezimmer. Mir war immer noch schlecht. Vor ein paar Minuten hatte ich noch gekrümmt an der Bahnhaltestelle gehangen und mich solange übergeben bis ich Sterne sah. Nicht nur dank den Hormonen, sondern weil ich schon jetzt die Blicke spüren konnte. Ich wurde aufgerufen und eine Arzthelferin lächelte mich strahlend an. Na super.
Sie wedelte mit einem Mutterpass herum. Nachdem Sie mir Blut abgenommen hatte, sagte ich: „Den werde ich nicht brauchen, ich will das Kind nicht.“ 
Die gute Frau schien verwirrt. Ihr Lächeln war verschwunden. „Ich lasse den Pass in Ihrer Akte, vielleicht überlegen Sie es sich noch einmal anders.“ 
„Nein, das werde ich nicht. Ich bin nur hier, weil die Schwangerschaft vom Arzt bestätigt werden muss, bevor ich das Konfliktgespräch haben kann.“ 

Montag, 30. Oktober 2017

Happy Hallooween - The black book

Bild von: http://schnappschu.blogspot.de/

Das schwarze Buch


Da sitzt sie und starrt mich an.
Obwohl sitzen ist eigentlich das falsche Wort, denn Spinnen sitzen ja nicht im klassischen Sinne. Ein kalter Schauder durchfährt mich und ich muss mich zwingen, wegzusehen. Ich hasse Spinnen. Wie sie mit ihren haarigen Beinen über die Tapete gleiten, lautlos und klebrig ihre Netze verteilen und mich in den unpassendsten Momenten zum Ausrasten bringen.
Ich stehe seit mindestens fünf Minuten ohne Regung da und starre sie an, als hoffte ich darauf, dass ich sie alleine durch meinen panischen Blick getötet bekomme. Doch sie scheint nicht einmal zu wissen, dass ich da bin. Meinem Kopf ist durchaus bewusst, dass sie mir nichts Ernstes tun kann – nur leider schaffe ich es trotzdem kaum mich zu bewegen. Ich habe Angst, dass sie mir direkt ins Gesicht springt, sich den Weg durch meine Nasennebenhöhlen sucht und Eier legt, aus denen tausende dieser widerwärtigen Kreaturen schlüpfen.
Mit Logik hat diese Angst nicht zu tun.
Ich fluche lauthals, als das kleine Mistding sich bewegt. Im Normalfall würde ich schreiend zu meinem Freund rennen, doch das ist heute nicht möglich. Ich muss es alleine schaffen.
Mit zittrigen Fingern ziehe ich mir einen Schuh aus. Ich weiß nicht, wann genau es anfing, dass ich solche Panikattacken von Spinnen bekam. Mein Psychologe würde es sicherlich auf meine verkorkste Kindheit schieben. Ich versuche einen Schritt näher an das Ding heran zu kommen und sofort schießen mir Tränen der Panik in die Augen.
Ich muss nur einmal gezielt treffen, dann bin ich sie los. Mein Körper verkrampft sich schmerzhaft, und es kostet meine gesamte Überwindung, den Schuh, so schnell es geht, auf den Körper der Spinne zu drücken. Das Geräusch lässt mich würgen und ich taumle zurück, als hätte mich jemand gestoßen. Die Beine zucken noch an der Wand und mein Ekel wächst so sehr, dass ich mich auf meinem Wohnzimmerboden erbreche.
„Ich hasse Spinnen“, sage ich zu mir selbst und wische mir über den Mund. Das Monster ist tot und mein Herzschlag normalisiert sich wieder. Das muss er auch, denn die Zeit ist knapp. Ich atme ein paar Mal tief ein und aus, bevor ich mich wieder aufraffe. Etwas Stolz kommt in mir auf, denn immerhin habe ich es dieses Mal ganz alleine geschafft. Mein Psychologe wäre sicher begeistert. Den Schuh lasse ich dennoch liegen – noch bin ich nicht bereit, den zerquetschten Spinnenkörper von der Sohle abzukratzen.
Stattdessen ziehe ich auch den anderen Schuh aus und gehe in den Keller. Die Panik ist der Freude gewichen, denn nun wird mein Tag endlich spaßig. Während der Renovierungsarbeiten an diesem Haus kam ich unweigerlich auch mit den vollgepackten Kisten meines Freundes in Berührung. In einer von ihnen fand ich ein Buch, das mein Interesse erregte. Offenbar reiche ich ihm als Frau bei weitem nicht aus, denn er hat jeden seiner Seitensprünge liebevoll dokumentiert. Mit Bild, Beschreibung und ab und an sogar mit kleinen Details wie Rechnungen, Zimmerkarten oder Taschentücher mit Lippenstiftabdruck. Er hatte schon immer sehr viel Feingefühl.
Ich schalte das Licht an und setze mich auf den alten Ledersessel. „Wach auf Mikey, ich will endlich anfangen zu spielen …“, sage ich und trete mit dem Fuß nach der großen Metallbox. Ich höre ein Geräusch und muss mir das Grinsen verkneifen.
Von einer Sekunde auf die andere fängt er an zu schreien.

Freitag, 27. Oktober 2017

Justine privat - Supergirl and the evil wolf

Mütze: MotteKlamotte
Jacke: Bleed Organic Clothing 
Alles ist okay, höre ich mich sagen, ich habe mich verlaufen. Nicht zum ersten Mal in meinem
Leben und wahrscheinlich auch nicht zum letzten Mal. Ich bin falsch abgebogen, auf einen Weg den ich nie gehen wollte. Aber ich bin jetzt hier und muss wieder nach Hause finden. Es ist nicht leicht. Der große, böse Wolf macht mir falsche Versprechen und ich habe Angst.

Doch ich bin ein großes Mädchen und weine nicht. 

Es stimmt, ich bin verliebt und naiv.
Denn was kann an Liebe schon falsch sein? Was soll schief gehen, wenn man sich verliebt?
Ist nicht jede Liebe das Risiko wert sich im Wald zu verlaufen? 
Es kann schon sein, dass nicht jeder meiner Schritte richtig war. Das ich oft den Faden verloren habe und in Zeitverschwendung eine Gabe sah. Ich habe mich zu sehr ablenken lassen. Nicht nur vom bösen Wolf, auch von dem Korb den ich mit mir herumtrage. Ich habe zu viele Sorgen eingepackt. Zu viele Ängste. Zu viele Entschuldigungen, warum mein Leben nicht so verläuft wie es soll.


Nicht alle meine Entscheidungen waren sinnvoll, doch sie waren richtig. Haben mich zu einem Punkt gebracht und von dort zum nächsten. Fehler sind gemacht, lassen sich nicht ändern und sollten keine Tränen mehr kosten. 

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Meckermittwoch - Kinder? Nein, Danke.


„Oh, Eure Beziehung geht wohl in die nächste Phase – was plant ihr als Nächstes?“
Ich verziehe das Gesicht als hätte ich in eine Zitrone gebissen und wölbe dann die Augenbrauen so hoch, dass sie sich fast an meinem Haaransatz stößt. Es wäre untertrieben, zu behautpten, ich wäre kein Fan solcher Unterhaltungen. Sie kommen aus dem Nichts und beißen sich in den unpassensten Momenten fest,
„Wie meinst Du das?“
Sie stemmt die Hände in die Hüften und sieht mich an, als wäre ich der dümmste Mensch auf Erden.
„Na, die Jüngste bist du ja nicht mehr, wird ja Zeit das du dich mal entscheidest!“
Wäre ich gerade dabei etwas zu Essen, hätte ich mich sicher verschluckt aber ich starre sie nur verwirrt an. Ich weiß schon warum ich es nicht mag mit der Bahn zu fahren. Man läuft Gefahr Menschen zu treffen die man kennt – und diese wollen sich meist auch noch unterhalten, obwohl man viel lieber lesen würde.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Was zur Hölle soll die #fairtrade Scheiße?

Rucksack: http://www.hangmanclothing.com/

Als ob das einen wirklichen Unterschied machen würde“, sagt sie schnaubt grimmig in ihren Milchkaffee. „Man kann doch eh nichts ändern. Was soll es bewirken, wenn ich für mein T-Shirt das 5-Fache ausgebe?“ 

Dieses Mädchen war ich vor einigen Jahren. Völlig verblendet und egoistisch. Ich hatte keine Ahnung, aber eine Meinung und ich wurde nicht müde diese auch laut zu verkünden. Während ich mich auf der einen Seite gegen den viel zu niedrigen Mindestlohn auflehnte, kaufte ich bei Primark billig ein. 
Wie absurd das war, fiel mir erst viel später auf. 
Inzwischen vermeide ich es überhaupt noch etwas anderes als #fairtrade zu kaufen. Aber ich bin ehrlich: Ganz am Ziel bin ich noch nicht.
Der innere Schweinehund flüstert auch mir noch immer ein, dass dieses eine Shirt noch okay ist. Das ich kein schlechter Mensch bin, nur weil der Stoff den Tränen der überarbeiteten Näher durchtränkt ist. 
Um mich selbst quasi auf Kurs zu halten, habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Bisher mit Erfolg. 

Aber was ist denn nun dieses sagenumwobene Fairtrade? 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Meckermittwoch - Der schöne Schein, beim online sein

FB: https://www.facebook.com/JustineVairVetzt/
Instagram: https://www.instagram.com/justinewynnegacy/

Inzwischen ist es für uns vollkommen normal unsere Freunde, Bekannte oder Menschen zu beneidenen wir uns nicht sicher sind woher wir sie kennen, bei Facebook hautnah zu erleben. 

Überhaupt erfahren wir so einige spannende Dinge im Netz über die Menschen um uns herum. Ich selbst bin ein leuchtendes Bespiel dafür. Kaum einer meiner Arbeitskollegen, die mich nur vom sehen kennen, würde wohl vermuten das ich blogge. Sehr spannend ist es dann, wenn diese Menschen es bemerken – tatsächlich oftmals über Facebook und/oder Instagram.
Da ergibt es sich beim Pausen-Rauchen schnell, dass ich verdutzt angeschaut und gefragt werde: "Warum zur Hölle postest Du deinen Vibrator?"
Persönliche Details halten die Follower Gemeinde am laufen. Das ist kein Geheimnis, sondern ein Fakt.
Jeder möchte sich online von seiner besten Seite präsentieren. Nicht nur was den Spaß-Faktor angeht, sondern natürlich auch den optischen Aspekt. 
Allerdings ist es ein schmaler Grad zwischen der Bearbeitung des Hautbildes und der Erschaffung eines ganz anderen Menschen. So vertraut wir uns inzwischen auch auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken bewegen, es bleibt immer ein Nachgeschmack bei neuen Bekanntschaften. 
Natürlich sind diese Fälle nicht der Standard, doch auch die realen Menschen nutzen die Netzwerke oftmals um sich in ein besonderes Licht zu rücken.  Ich denke niemand von uns kann behaupten in den vergangen Jahren an prolligen „Ich hab ein neues Auto“- Fotos oder „Seht mal wie ich aussehe, wenn ich drei Tonnen Make-up aufgelegt habe“-Bildern vorbeigekommen zu sein.

Freitag, 13. Oktober 2017

Justine privat - Club 27


Es ist also wirklich passiert. 
Ich bin 27 Jahre alt geworden. Für den ein oder anderen mag das nicht nach einem großen Ereignis klingen, doch für mich ist dieser Geburtstag anders. 
Es kommt mir so vor, als hätte ich eine unsichtbare Grenze überschritten. In den schlechten alten Tagen, dachte ich mit dieser Zahl würde ich einfach alles im Leben erreicht haben. Ich hatte das Bild von mir und meinem Leben so fest vor Augen, dass ich keinen Gedanken darauf verschwendete, wie unrealistisch es ist. Die große bunte Traumblase in der Einhörner mehr sind, als Aufdrucke auf Klopapier. Ich wollte mehr, als dass was ich um mich herum sah.
Immerhin hatten so viele großen Künstler den Zenit ihres Seins mit 27 erreicht. Jimi Hendrix, Jim Morrison und Kurt Cobain - sie starben an ihren Höhepunkt. 
Und ich wollte das auch. 
Den Höhepunkt, nicht das sterben. 
Obwohl das sicherlich Teil meiner romantisch verklärten Vorstellung von diesem Alter war. Jetzt sitze ich hier, mit meinem Bio-Kräuter-Tee und bin nicht einmal im Ansatz da, wo ich sein wollte. Ich könnte jetzt eine ganze Reihe von Entschuldigungen und Rechtfertigungen vor mir selbst niederschreiben: schwierige Familie, toxisches Umfeld, Depressionen - das übliche Blabla. Die einfache Wahrheit ist: Ich hab´s verkackt. 
Nicht alles und nicht völlig.
Doch Fehler gehören eben dazu. Ich bin sicher, wenn Kurt noch länger am Leben geblieben wäre, hätte er auch den einen oder anderen Fehler aufgezählt. Sicherlich nicht zuletzt die Liebe zu den Drogen. 

Montag, 9. Oktober 2017

Mittagspause: Oreo Muffins und "Der Wandel"



Ihr braucht:

- 1 Packung Oreos (Achtung die Originalen!)
- 1 Tafel Zartbitterschokolade 
- 180 g Mehl 
- 100g Kakaopulver
- 30g Zucker
- 3 EL Agavendicksaft 
- 50 ml Öl (Rapsöl z.B. richtig lecker ist auch Wallnussöl!)
- 100 ml Wasser
- 10g Backpulver
- 1 Banane oder Apfel


So geht´s:

Die Tafel Schokolade kommt für gute 5-10 Minuten in den Tiefkühlschrank. 
Die Oreos packen wir aus und drehen die Kekse auf, so dass sich der Keks löst. Die Seite auf der KEINE Füllung ist, zerbröseln wir in einer extra Schale. Die andere Hälfte heben wir für später auf. Haben wir das mit allen Keksen gemacht, nehmen wir ungefähr 1/4 der Häften mit Füllung dran und zerbröseln sie ebenfalls. 
Einfach Mehl, Zucker, Kakao, Backpulver, Wasser, Öl und die Banane oder den Apfel (gerieben) zu einem Teig vermischen. Kurz abschmecken. Ist er noch nicht süß genug, einfach etwas mehr Agavendicksaft dazu geben. Danach kurz in den Kühlschrank.
Die Förmchen aufstellen und ungefähr bis zur Hälfte mit dem Teig füllen. In die andere Hälfte des Teiges, geben wir nun die Oreo Stückchen dazu und vermengen das Ganze gut. 
Dann nehmen wir die gekühlte Schokolade aus dem Schrank und brechen Stückchen ab, die genau in die Mitte kommen. Dann mit der Oreo-Teig-Mischung zu decken. 
Dann kann es auch schon los gehen!
Den Ofen habe ich auf 180 Grad vorgeheizt. 
Nach ca. 5 Minuten habe ich die Muffins noch einmal rausgeholt und mit den anderen Oreo-Keks-Hälften dekoriert. Damit die Füllung nicht komplett wegschmilzt ist es besser, dies nicht gleich am Anfang zu machen. Außerdem kann es passieren, dass die Kekse etwas sehr dunkel werden. Das ging mir bei den ersten 3 Fuhren so ...
Nach ca. 10 weiteren Minuten sind die Muffins auch schon fertig!
Guten Appetit!

PS: Die Muffins hatte ich für den Kuchenbasar in der Schule gemacht - sie kamen super an und haben uns einige extra Euros für den Abiball eingebracht. Dafür eignen sich die kleinen Zuckermonster also super!

Buchtipp der Woche:

Kim Harrison - Der Wandel

Kurzinfos: 

Preis: 14,99 Euro (Taschenbuch)
Seiten: 592
Verlag: Heyne 

Freitag, 6. Oktober 2017

Justine privat - She was never alone



Shirt: Motte Klamotte
Haare: Directions Atlantic Blue + Tulip
Rest: Kleiderkreisel / Mädchenflohmarkt

Es gibt Menschen, die sind zwischen ihren Beziehungen sehr lange Single – und es gibt Menschen wie mich, die von einer Liebe in die nächste schlittern.
„Du verstehst das nicht“, klagt eine gute Freundin und verzieht das Gesicht. „Du warst noch nie so lange solo …“
Damit hat sie Recht. Die längste Zeit, die ich zwischen 2 ernsthaften Beziehungen Single war, lag um die 3 Monate. Ich weiß selbst nicht so genau, warum. Vielleicht habe ich einfach keine Lust gehabt, einer Liebe hinterher zu trauern, sondern mich darauf konzentriert die nächste Chance wahrzunehmen. Vielleicht bin ich aber auch einfach ein Beziehungsmensch. 
Jedes Mal wieder schwor ich Beziehungen ab. Zu viel Schmerz, zu viel Leid und zu viel Hass, der sich entwickelt hatte – doch jedes Mal fand ich wieder eine Liebe. Jede schöner als die Letzte.
Das letzte große Drama meines Lebens hatte mich so weit, dass ich vorerst gar keinen Gedanken an Liebe mehr zuließ. Wirklich nicht. Stattdessen suchte ich mir eine Affäre. Gute 6 Monate kämpfte er darum mich davon zu überzeugen, dass wir ein Paar sind. Es war weder geplant, noch war ich krampfhaft auf der Suche. Was mit unverfänglichen Sex und Bier begann, besteht bis heute. 
„Du wirst schon jemanden finden“, entgegne ich und tätschle ihr die Schultern. Doch das hilft auch nicht. Tatsächlich bin ich nicht gut darin Menschen zu trösten. Ich bin ein Problemlösungs-Junkie. Wenn jemand Geldsorgen hat, Ämter Gänge anstehen oder einen neuen Job sucht, bin ich die Richtige. Bei Herzensdingen, die keine eindeutige Lösung haben, bin ich genauso hilflos wie der Mensch vor mir. 



„Ich will das auch – dieses etwas, das du hast. Jeder Kerl will von dir gleich etwas Festes …“
„Das stimmt nicht.“
„Doch – denk doch mal nach! Selbst als du keine Beziehung wolltest, wurden dir welche angeboten.“  
Ich bin unsicher, was ich darauf sagen soll.
„Dir wurden auch Beziehungen angeboten. Aber so einfach ist das nicht. Entweder man verliebt sich oder eben nicht …“
„Ich WILL mich verlieben, unbedingt …“

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Meckermittwoch: 15 Sätze die Veganer echt nicht mehr hören können


1.       "Was kann man denn dann noch essen?"

So ziemlich alles – nur eben nix vom Tier. Das klingt vielleicht am Anfang komisch, da unsere Gesellschaft es gewohnt ist sich gleich tonnenweise tierisches in den Körper zu stopfen. Die Umsetzung ist jedoch recht leicht, wenn man erst einmal weiß worauf man achten muss.

2.       "Vegan? Das ist ja voll extrem!"

Ich empfinde eher den Fleischkonsum als extrem, statt Pflanzen zu essen. Aber gut, extrem ist eben auch nur ein Wort, dessen Bedeutung man vielseitig auslegen kann. Auf jeden Fall nervt es extrem, dass dieses Thema immer auf den Tisch gepackt wird - und dann doch niemand ernsthaft darüber reden will. 


3.       "Hast Du nicht Mangelerscheinungen?"


Zugegeben, dass dachte ich am Anfang auch. Allerdings ist es mal wieder ein reines Vorurteil das man ohne Pillen und Zusatzstoffe nicht überleben könnte. Ich mache regelmäßige Bluttests und habe seit der Umstellung nur eins festgestellt – meine Blutwerte sind in jeder Form besser. Mein Eisenmangel ist verschwunden und B12 ärgert mich im Moment auch nicht. Die meisten Veganer achten wesentlich besser auf ihre Ernährung, als Allesfresser.

4.       "Vegan, das ist ja voll teuer!"

Wenn man sich nur von Fleischersatzprodukten und Fertigsachen ernährt ja. Ansonsten spare ich seit der veganen Ernährung ca. 50 Euro im Monat ein.

5.       "Veganer, die müssen doch immer missionieren."

Ich empfinde es eher anderes herum. Sobald die Sprache darauf kommt wie ich mich ernähre wird schlechtes Halbwissen verbreitet. 

Justine privat - Am Ende wird alles gut, vielleicht

Mütze, Shirt, Beutel:  http://www.hangmanclothing.com/ Wer kennt sie nicht?  Diese Momente in denen einfach nichts so klappt wie m...